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2018-02-23

Zen-Haiku “Drei Zeilen zum Glück”

Haiku_Buch.jpg
Ohhh … was für eine Überraschung. Ich durfte bereits am Mittwoch Nachmittag einen ersten Blick in mein neuestes Buch “Haiku - Drei Zeilen zum Glück” werfen! Solche Momente sind immer wieder etwas ganz Besonderes! Und heute Abend wird dann richtig gefeiert! Wir stossen ab 17 Uhr im Salon des Verlages, Edition Spuren, Bahnhofplatz 14, 8400 Winterthur, auf mein neuestes Werk an! Ich freue mich!

In der Stille des lauten Alltags, wenn sich Herz und Geist für einen Wimpernschlag umarmen und sich die Zeit in der Gegenwart ausruht, dann finden Worte ihren Höhepunkt.

Ein Haiku – ich nenne es mit einem liebevollen Augenzwinkern auch Taikyu – entsteht in einem solchen Augen­blick. Es ist der unvergleichliche Moment eines immerwährenden Friedens, der Bewusstheit und Klarheit widerspiegelt. Unabhängig von Raum und Zeit öffnen sich die grossen Tore zum golde­nen Tempel der wahren Natur.

Das Haiku ist eine in Japan entstandene spe­zielle Gedichtform. Man sagt, dass es die kürzeste Gedichtform der Welt ist.

Traditionellerweise werden 17 Silben auf drei Zeilen nach dem Schlüssel »5­-7-­5« aufgeteilt. Ein Haiku beschreibt eine Situation im Hier und Jetzt, es fängt die Gros­sartigkeit des Augenblicks ein und wird deshalb immer in der Gegenwartsform geschrieben.

Ein Haiku benötigt keinen Titel, und es reimt sich nicht. Es greift sehr oft Naturthemen auf und spielt mit den Jahreszeiten. Im Zusammenhang mit Zen werden aber auch andere Themen ang­esprochen.

Das Zen­-Haiku, wie ich es praktiziere, ist die Kunst der Wortmeditation, ein Ausdruck der sanften und leisen Klangwelt des Geistes, der alle Themen einbezieht, ohne trennend oder wertend zu sein – ein Dreizeiler zum Glück.

Wenn Wörter schweigen und der Geist spricht, entsteht eine Dichtkunst, die den Herz­-Geist berührt. Zeit und Raum werden in der Transzen­denz des Augenblicks aufgehoben.

»Worte versiegen,
die Kunst des edlen Schweigens,
alles ist gesagt.«

TAIKYU - 08:53:34 @ Werke | 2 Kommentare